Kommunale Wärmeplanung - Erste Ergebnisse

Sehen Sie, wie sich die kommunale Wärmeplanung entwickelt.

Kommunale Wärmeplanung

Kommunale Wärmeplanung in der Verwaltungsgemeinschaft Falkenberg - Erste Ergebnisse und nächste Schritte

 

Eine Präsentation zum aktuellen Sachstand finden Sie hier:

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  1. Die kommunale Wärmeplanung schreitet voran
    Die kommunale Wärmeplanung in der Verwaltungsgemeinschaft Falkenberg macht Fortschritte. Nach den ersten Untersuchungen liegen nun wichtige Zwischenergebnisse zur aktuellen Wärmeversorgung und zu den Möglichkeiten einer zukünftigen Entwicklung vor. Im Mittelpunkt stehen die bestehenden Heizsysteme, der Wärmebedarf von Haushalten und Unternehmen sowie die Potenziale erneuerbarer Energien.

  2. Was wurde bisher untersucht?
    In Zusammenarbeit mit der Luxgreen Climadesign GmbH wurden die bestehenden Wärmeversorgungsstrukturen systematisch erfasst und analysiert. Dabei wurden verfügbare Gebäude- und Energiedaten sowie Informationen zur vorhandenen Infrastruktur ausgewertet. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Untersuchung verschiedener erneuerbarer Energiequellen. Hierzu zählen unter anderem Solarenergie, Biomasse, Umweltwärme sowie mögliche Abwärmequellen aus Gewerbe, Industrie oder Abwasser. Zudem wurde zu diversen lokalen Akteuren wie Wärmenetzbetreiber, Biogasanlagenbetreiber sowie Gewerbetreibende der Kontakt gesucht, um die aktuelle Situation der Wärmeversorgung zu erfassen und über mögliche Perspektiven und Potenziale zu sprechen.

  3. Wie wird derzeit geheizt?
    Die Bestandsanalyse zeigt, dass die Wärmeversorgung in den Gemeinden der VG Falkenberg derzeit insbesondere durch Heizöl geprägt ist. Daneben kommen weitere Heiztechnologien wie Holzgutkessel und Wärmepumpen zum Einsatz. In gewissen Teilen der Gemeinde kommen Wärmenetze zum Einsatz, z.B. in Falkenberg, Rattenbach und in Vogging. Dabei bestehen zwischen den einzelnen Ortsteilen beziehungsweise Mitgliedsgemeinden teilweise deutliche Unterschiede. Diese hängen unter anderem mit der vorhandenen Infrastruktur, der Bebauungsstruktur und der Nutzung der Gebäude zusammen.

  4. Wie hoch ist der Wärmebedarf?
    Neben den bestehenden Heizsystemen wurde auch der jährliche Wärmebedarf untersucht. Dieser liegt bei den privaten Haushalten bei rund 71,8 GWh pro Jahr. Für Gewerbe, Handel und Dienstleistungen wurde ein Wärmebedarf von etwa 26,5 GWh jährlich ermittelt. Die Auswertung zeigt, dass sich der Wärmebedarf innerhalb der drei Gemeinden unterschiedlich verteilt. Insbesondere in Bereichen mit dichterer Bebauung oder größeren gewerblichen Einrichtungen können höhere Wärmebedarfe auftreten.

  5. Welche Potenziale bieten erneuerbare Energien?
    Ein wichtiger Bestandteil der bisherigen Untersuchungen war die Bewertung lokaler Potenziale erneuerbarer Energien. Dabei wurden unter anderem Solarthermie, Photovoltaik, Biomasse sowie verschiedene Formen der Umwelt- und Abwärmenutzung betrachtet. Für die Verwaltungsgemeinschaft wurden insbesondere Holzhackgut sowie Biogas als mögliche Ansatzpunkte identifiziert. Solarthermieanlagen können beispielsweise Sonnenenergie direkt zur Wärmeerzeugung nutzen, während Photovoltaikanlagen Strom für den Betrieb von Wärmepumpen bereitstellen können. Auch weitere Wärmequellen, wie Umgebungsluft, Erdreich oder vorhandene Abwärme, können abhängig von den örtlichen Voraussetzungen eine Rolle spielen. Ob und in welchem Umfang die untersuchten Energiequellen tatsächlich genutzt werden können, hängt von der Verfügbarkeit sowie der technischen und wirtschaftlichen Umsetzbarkeit ab.

  6. Wie geht es mit der Wärmeplanung weiter?
    Nach der Bestands- und Potenzialanalyse folgt die weitere Bewertung möglicher Entwicklungsperspektiven für die zukünftige Wärmeversorgung. Dabei wird untersucht, welche Versorgungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten sinnvoll erscheinen. Neben dezentralen Heizlösungen für einzelne Gebäude können dabei auch gemeinschaftliche Versorgungskonzepte und Wärmenetze betrachtet werden, sofern entsprechende Voraussetzungen vorliegen. Die Ergebnisse sollen anschließend in eine langfristige Wärmestrategie einfließen.

  7. Zwischenfazit und Ausblick
    Mit den bisherigen Untersuchungen wurde eine wesentliche Grundlage für die zukünftige Wärmeversorgung aller Gemeinden gebildet. Die Ergebnisse zeigen die bestehende Ausgangssituation und geben erste Hinweise auf mögliche Entwicklungsperspektiven. Ziel ist die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans, der langfristige Handlungsoptionen aufzeigt und sowohl der Kommune als auch Bürgerinnen und Bürgern eine strategische Orientierung bietet. Über den weiteren Verlauf und die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung wird das Rathaus informieren.

 

Sie können zudem immer noch an der Bürgerumfrage für die Kommunale Wärmeplanung teilnehmen. Hier finden Sie weitere Ausführungen.